Stille unterm Tannenbaum?

Kinderschwerhörigkeit: Wenn der Brummbär stumm bleibt

„Weihnachten“ – allein schon das Hören dieses Wortes löst in vielen Köpfen eine Flut von assoziierten Bildern und Duftnoten aus. Und bei „Heiligabend“ und „Bescherung“ dürfte vor allem Eltern und Großeltern besonders warm ums Herz werden, denn im Grunde ist Weihnachten ja für die Kinder da. Deren Vorfreude und Ungeduld, das Rascheln der Geschenkpapiere und nicht zuletzt das turbulente Geräuschkonzert der neuen Spielzeuge – all das gehört zum Heiligabend wie der Weihnachtsbaum und schöne Lieder. Mittendrin: die kleinen Wirbelwinde der Familie, aufgedreht wie der berühmte Duracell-Hase und vor Aufregung plappernd wie kleine Äffchen. Oder doch nicht?

 

Für viele ist Weihnachten das Fest der Feste oder schlichtweg die schönste Zeit, die es gibt. Es wird geplant, geschmückt, gemeinsam gebacken – alles soll perfekt sein. Gelegenheit, einmal genauer darauf zu achten, ob dem auch tatsächlich so ist. Ein Blick in die Statistik zeigt: ca. 500.000 Kleinkinder und Kinder in Deutschland haben Hörprobleme bzw. leiden an einer Hörminderung oder Kinderschwerhörigkeit.       

Warum hört mein Kind schlecht?

Die Ursachen für Hörverlust im Kleinkindalter und sind vielfältig. Viele Kinder   werden bereits mit Hörschwäche geboren, etwa aufgrund von Fehlentwicklungen oder Schäden im Innenohr.Auch eine infektiöse Erkrankung der Mutter während der Schwangerschaft kann eine Hörminderung beim Baby verursachen. Hinzu kommen Komplikationen bei der Geburt, wie etwa Sauerstoffmangel. Zu den häufigsten Verursachern von Hörverlust im Kindesalter zählen Kinderkrankheiten wie Röteln, Masern und Mumps. Allen voran die klassische Mittelohrentzündung.

Warum Hören für Kinder wichtig ist

Für die Entwicklung von Kindern ist die Sinneswahrnehmung essentiell. Das gilt in besonderem Maße für das Hören. Einerseits ist das Hören unverzichtbar für die eigene Sprachentwicklung zum Sprechen lernen. Andererseits leidet die soziale Kontaktfähigkeit des Kindes bei verminderter Hörfähigkeit, was die persönliche Entwicklung und Reife stark einschränken kann.

Das Problem: Weder Säuglinge noch Kleinkinder können ihre Hörminderung äußern (geschweige denn feststellen). Da ein gesundes Gehör mit gutem Hörvermögen jedoch für die Sprachentwicklung eine wichtige Rolle spielt, ist es ratsam, schon im frühen Kindesalter regelmäßige Hörtests zu machen. Spätestens dann, wenn bei den Eltern, Geschwistern oder Großeltern der Verdacht einer Hörminderung aufkeimt.
 Woran erkenne ich Schwerhörigkeit beim Kind?

Einfach gesagt, vermitteln hörbeeinträchtigte Kinder insgesamt den Eindruck, dass sie eher für sich und nicht so zugänglich sind. Hellhörig sollten Sie werden, wenn ein Säugling sich z.B. nur schwerlich durch die Stimme der Mutter beruhigen lässt. Wenn er auf ein Ansprechen in normaler Lautstärke nicht reagiert. Vor allem dann, wenn er noch nicht mal durch plötzlichen Lärm (Knalllaute) zu erschrecken ist.

Anzeichen für Kinderschwerhörigkeit (Beispiele):

    Das Baby spricht keine Wörter nach,
    reagiert nicht auf Zurufe,
    reagiert nicht auf Musik,
    konzentriert sich auf Lippenbewegungen.
    Das Kind spricht undeutlich,
    spricht ungewöhnlich laut oder
    fragt häufiger nach.

Wichtig ist die Feststellung, dass sich auch bei Kindern jederzeit eine Hörminderung zur Schwerhörigkeit entwickeln kann.

Was tun, wenn Kinder schlecht hören?

Grundsätzlich sollten Eltern nach dem Neugeborenen-Hörscreening (erfolgt nach der Geburt, die Kosten trägt die Krankenkasse) auch alle Vorsorgeuntersuchungen für Kinder in Anspruch nehmen. Darüber hinaus empfehlen wir regelmäßige Hörtests, da bereits in der Kindheit jederzeit eine Hörminderung einsetzen kann. Nur dann lass sich mögliche Hörschäden erkennen und frühzeitig eine altersgerechte Hörversorgung sicherstellen. Hörtests kann man beim HNO-Arzt machen, Sie können aber auch die Dienste eines Hörakustikers in Anspruch nehmen.

Bei Rhein-Neckar-Akustik ist ein professioneller Hörtest kostenfrei, auch für Kinder. Und: Bei Rhein-Neckar-Akustik finden Sie speziell ausgebildete Pädakustiker für Kinder, also Hörakustikerinnen oder Hörakustiker mit einer fachspezifischen Ausbildung zur Betreuung hörgeschädigter Kinder vom Säuglings- bis ins Jugendalter. Sie sind mit den Besonderheiten eines sich entwickelnden Gehörorgans sehr vertraut.

Hörgeräte für schwerhörige Kinder

Hörgeräte für schwerhörige Kinder sind eine Klasse für sich, denn natürlich müssen sie kindgerechten Anforderungen und Wünschen genügen. Und sie tun dies mit Bravour. Kinderhörgeräte gibt es in unterschiedlichen Bauformen, Größen und Leistungsstufen, immer robust und staub- und wasserdicht. Und selbstverständlich sind unsere Kinderhörgeräte in zahlreichen Farben erhältlich, von zartrosa bis quietsch-bunt, sodass bislang noch jedes schwerhörige Kind seine Lieblingsfarbe gefunden hat. Beste Voraussetzungen, um in der Kita, Schule oder Nachbarschaft Eindruck zu machen.

Über die Besonderheiten der technischen Kinderhörgeräte-Ausstattung informieren wir Sie gern persönlich in Ihrer Rhein-Neckar-Akustik-Filiale vor Ort.

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