WHO empfiehlt Hörtests zur Vorsorge

Zum diesjährigen Welttag des Hörens präsentierte der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) gemeinsam mit der World Health Organisation (WHO) einen aktuellen Bericht über das Hörvermögen der Menschen in aller Welt. Eine ungewöhnliche Untersuchung, die alarmierende Ergebnisse hervorbringt. Mit eindrucksvollen Zahlen und einer klaren Botschaft: regelmäßige Hörtests ab dem 50. Lebensjahr.

Bildquelle: Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI)

Bildquelle: Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI)

1.500.000.000 Menschen auf der Welt leben mit einem Hörminderung, können also nur eingeschränkt und nicht mehr so gut hören. Zu diesem Ergebnis kommt der „WHO World Report on Hearing“, der zum Welttag des Hörens am 3. März 2021 in Frankfurt am Main vorgestellt wurde. In Deutschland sind es rund 10.000.000 Menschen, die nach eigener Angabe unter deutlich eingeschränkter Hörfähigkeit oder Schwerhörigkeit leiden. Zehn Millionen, von denen nur etwa jeder Dritte etwas gegen seine Hörminderung unternimmt, indem er Hörgeräte bzw. Hörsysteme trägt. Das bedeutet, dass aktuell rund 6 Millionen Menschen in Deutschland nicht aktiv gegen ihr schlechtes Hörvermögen vorgehen. Warum nicht?

„Auch wenn diese Zahlen, was das eingeschränkte Hörvermögen in Deutschland betrifft, in Grunde schon länger bekannt sind, so sind sie doch alarmierend“, konstatiert Nils Hampel, Hörgeräteakustikermeister und Geschäftsführer von Rhein-Neckar-Akustik. Die Gründe sind ebenfalls hinreichend bekannt: „Die Leute denken immer noch, Hörgeräte seien grau und klobig und altmodisch, nur etwas für alte Menschen. Oder sie denken, sie könnten es sich nicht leisten. Das Gegenteil ist der Fall: jeder kann sich Hörgeräte leisten. Viele wissen vielleicht gar nicht, dass sie gegenüber ihrer Krankenversicherung grundsätzlich Anspruch auf eine kostenfreie Hörgeräteversorgung haben. Und viele wissen womöglich auch nicht, dass ein Hörtest absolut kostenlos ist, zumindest bei Rhein-Neckar-Akustik.“

Das Thema Hörtest nimmt auch aus Sicht des BVHI eine Schlüsselrolle ein. In der offiziellen Pressemeldung heißt es dazu: „Bleibt eine Hörminderung unversorgt, kann das in jeder Lebensphase schwerwiegende Konsequenzen haben: von verzögerter Sprachentwicklung und Bildungsdefiziten in Kindheit und Jugend über soziale Isolation bis hin zu einem höheren Risiko für Arbeitslosigkeit im Erwerbsalter. Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter ist zudem der größte modifizierbare Risikofaktor für eine Demenzerkrankung. Die frühzeitige Versorgung einer Hörminderung ist eine wichtige Voraussetzung, um auch im fortgeschrittenen Alter gesund und unabhängig zu bleiben. Auch sind hohe gesamtgesellschaftliche Folgekosten durch eine frühe Hörvorsorge mit Hörsystemen vermeidbar.“

Hörtests schützen vor Unfällen und Folgeerkrankungen

Hörverlust ist ein langsamer, ein schleichender Prozess, das bestätigen sowohl HNO-Ärzte und Hörakustiker als auch Wissenschaftler der Hörheilkunde. Viele stufen Hörscreenings bzw. Hörtests zur Früherkennung „spätestens ab dem 50. Lebensjahr als medizinisch erforderlich“ ein. Doch während ein Hörscreening für Neugeborene von den Krankenversicherungsträgern gefördert wird, bleibt es jedem Erwachsenen selbst überlassen, ob er sein Hörvermögen überprüfen lässt oder nicht. Logisch ist das nicht, denn eine unentdeckte und folglich unversorgte Hörminderung birgt immer die Gefahr, gravierende Folgeerkrankungen wie z.B. Demenz nach sich zu ziehen.

Und dennoch ist das Thema Hören viel komplexer, als dass man es allein auf Kosten, Gesundheit oder soziale Kontakte fokussieren sollte. Schließlich geht es nicht nur darum, sich trefflich unterhalten zu können oder beim Fernsehabend auch wirklich jedes gesprochene Wort zu verstehen. Es geht nicht nur darum, dass die Welt bei wachsendem Hörverlust immer stiller wird, als drehe jemand der Natur den Ton ab. Dass viele Schwerhörige sich von der aktiven Teilnahme am sozialen Miteinander aus Scham oder Unsicherheit zurückziehen, so dass sie zusehends vereinsamen. – Und diese Liste könnte man noch lange fortführen ...

Auf zum kostenfreien Hörtest bei Rhein-Neckar-Akustik!

Es geht beim Hörtest auch darum, die eigene Lebensqualität auf hohem Niveau zu halten. Das Leben in all seinen Tonlagen zu genießen. Vielfältige Geräusche- und Klangwelten um sich herum zu wissen, wie ein bunter Blumenstrauß der akustischen Natur. Und es geht nicht zuletzt um die Grundvoraussetzung, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, ohne Abstriche und in dem Wissen, regelmäßig vorzusorgen und sich ein gutes Hörvermögen – den bestmöglichen Hörgenuss bis ins hohe Alter zu bewahren. Denn, Sie ahnen es schon, auch das Erreichen eines hohen Alters hängt indirekt mit dem Hören zusammen. Denken Sie nur an den Straßenverkehr oder an all die Signale und Situationen im öffentlichen Nahverkehr. Wie oft ist es Ihnen selbst schon passiert, dass Sie Fahrzeuge gar nicht haben kommen sehen, aber auf Ihre Ohren war Verlass. Mit regelmäßigen Hörtests sorgen Sie dafür, dass auch Ihr Reaktionsvermögen bestmöglich intakt bleibt.

Nils Hampel sieht es so: „Gutes Hören macht den Unterschied zwischen Sein und Erleben, es liegt in Ihrer Hand. Und nicht vergessen: Ein Hörtest kostet nichts!“ Bleibt noch zu erwähnen, dass moderne Hörsysteme alles andere als altmodische Klötze sind. Besuchen Sie uns doch mal in einer Filiale und machen Sie sich selbst ein Bild! Sie werden staunen, wie viel Hightech in diesen Winzlingen steckt.

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