Hörsysteme pflegen & schützen im Winter

Moderne Hörsysteme sind so gebaut, dass Sie jahrelang Freude daran haben. Wie viele Jahre es letztendlich werden können, ist abhängig von der richtigen Handhabung, Reinigung und Pflege der Hörsysteme. Hier sind 5 Tipps, wie Sie Ihre Hörsysteme gut durch die kalte Jahreszeit bringen ...

Die durchschnittliche Gebrauchsdauer hochwertiger Hörsysteme beträgt etwa fünf bis sechs Jahre. Das liegt sicher auch daran, dass viele Krankenkassen einen Verschleiß der Hörsystemtechnologie nach Ablauf dieser Zeit einräumen und ihren Versicherten die Kostenübernahme zur Anschaffung neuer Hörgeräte gewähren. Damit Ihre Hörgeräte bzw. Hörsysteme nicht nur möglichst lange Zeit ihren Zweck erfüllen, sondern auch technisch einwandfrei funktionieren, gibt es ein paar wenige, aber wichtige Dinge zu beachten.

1) Regelmäßige Wartung
Ein Hörsystem kann immer nur dann perfekte Ergebnisse liefern, wenn alle technischen Kontakte und Funktionen intakt sind. Um das zu gewährleisten, ist es wichtig Ihr Hörsystem regelmäßig warten zu lassen. Im Zuge der Wartungsarbeiten überprüfen unsere Hörakustiker nicht nur die audiotechnischen Funktionen, sie nehmen auch spezifische Reinigungsarbeiten innerhalb des Akustiksystems und an den äußeren Geräteflächen sowie Ohrpassstücken vor.

Wichtig: Hochwertige Hörsystemtechnik, vor allem in solchen winzigen Dimensionen, gehört in die Hände eines Hörakustikers bzw. Hörakustikmeisters. Auch technisch versierte Hörgeräteträger sollten niemals versuchen, ihre Hörsysteme selber zu öffnen. Zum einen kann jeder unsachgemäße Eingriff in die sensible Hochtechnologie zu Funktionsfehlern oder irreparablen Schäden führen, zum anderen verliert man automatisch seine Gewährleistungsansprüche.

2) Behutsame Handhabung
Lassen Sie sich von der zuverlässigen Funktionalität Ihrer Hörsysteme nicht verleiten. Unter der robusten Schale steckt hochentwickelte Audiotechnik, die mitunter empfindlich auf grobe Erschütterungen reagiert. Lassen Sie daher stets die nötige Sorgfalt in der Handhabung walten und vermeiden Sie harte Stöße oder ein Fallenlassen bzw. „schwungvolles Ablegen“. Wenn Sie Ihre Hörsysteme immer behutsam und auf einer weichen Unterlage ablegen, gehen Sie auf Nummer sicher.

3) Tägliche Reinigung
So, wie wir uns regelmäßig die Hände waschen, sollten auch die Außenflächen der Hörgeräte mindestens einmal am Tag von feinen Hautpartikeln und Cerumen (Ohrenschmalz) gereinigt werden. Andernfalls können solche und ähnliche Schmutzablagerungen in das Geräte-Innere gelangen und die Akustikkomponenten der Hörsysteme verstopfen. Die Klangqualität würde deutlich schlechter und Ihr Hörerlebnis negativ oder sogar sehr stark beeinträchtigt werden. WICHTIG: Verwenden Sie auf keinen Fall Wasser, andere Flüssigkeiten oder gar aggressive Reiniger. Nehmen Sie ein trockenes, fusselfreies Tuch, zum Beispiel synthetische Microfaser. Oder nutzen Sie spezielle Reinigungstücher und eigens entwickelte Reinigungsverfahren für Hörgeräte; unsere Hörakustiker beraten Sie gern.

4) Sorgfältiger Schutz
Aufbewahren soll man Hörgeräte an einem sauberen, trockenen und schattigen Ort. Im alltäglichen Gebrauch gehören sie natürlich ins Ohr bzw. hinters Ohr – und sind gelegentlich auch Wind und Wetter ausgesetzt. Leider reagieren digitale Hightech-Systeme in den Hörgeräten empfindlich auf Hitze, Kälte, Regen und Schnee. Eindringende Feuchtigkeit/Luftfeuchtigkeit kann Korrosionen verursachen und technische Schäden herbeiführen (es sei denn, es handelt sich um wasserdichte Hörgeräte). Im Herbst/Winter ist es daher ratsam, die Ohren samt Hörgeräte vor Regen und Schnee bzw. Schneenässe zu schützen und somit auch warm zu halten. Ähnliches gilt bei Sommerhitze, wenn unsere Haut zu schwitzen beginnt. Eindringende Feuchtigkeit kann auch hierbei zu Funktionsverlusten führen und den Lebenszyklus der Gerätetechnik reduzieren.

5) Vorsichtige Trocknung
Sollte es dennoch mal passieren, dass eines oder beide Hörgeräte in den Schnee fallen oder durch Regen nass oder feucht werden, braucht es zum Trocknen etwas Zeit und Geduld. Nicht zu empfehlen sind Hau-Ruck-Aktionen mit dem Heißluftfön, und auch „Beschleuniger“ wie Backofen, Mikrowelle oder Heizung sind keine gute Idee, da sie mehr Schaden anrichten, als sie nutzen könnten. Jetzt können spezielle Trockenstationen für Hörsysteme ihre Technik ausspielen. Alternativ tut es auch ein weiches Tuch zum Abtupfen, mit anschließender Ruhephase zum Lufttrocknen. Bitte nur nicht in der prallen Wintersonne; auch die hat gerne mal zu viel Energie.

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